Studientag

Die HHRplus auf dem Weg in die Zukunft –  Lehrer büffeln anstatt Karneval zu feiern

Mit dem unbedingten Willen zur Veränderung trafen sich die Lehrer der Heinrich-Heine-Realschule plus zu einem gemeinsamen Studientag am 27. Februar. Statt Karneval zu feiern, wurde in mehreren Arbeitsgruppen recherchiert, gegrübelt, diskutiert und geplant. Gemeinsames Ziel der bereits im Vorfeld gebildeten Teams war die Entwicklung eines neuen Schulprofils, welches den in den letzten Jahren veränderten Rahmenbedingungen Rechnung trägt.

Eine deutlich heterogenere Schülerschaft verlangt andere pädagogische Schwerpunktsetzungen. Die Heinrich-Heine will ihren Schülerinnen und Schülern eine Heimat bieten. Dazu sollen u.a. Klassen- und Jahrgangsteams gebildet werden, sodass für Jugendliche und Eltern feste Ansprechpartner vorhanden sind und die Zusammenarbeit der Lehrer intensiviert wird. Auch die Rückkehr zum Klassenraumprinzip soll die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule fördern. Hierzu wurden am Studientag zahlreiche Vorüberlegungen angestellt.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht die Schule in der Werteerziehung. Für viele Kinder und Jugendliche sind gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung keine Selbstverständlichkeiten mehr. Diese Werte möchte die „Heine“ unter allen Schülern verankern. Hier soll die Einführung eines Regel- und Belohnungssystems in den Klassen 5 und 6 unterstützend wirken, welches die Schulpsychologin Yvonne Still den Lehrern vorstellte. Auch bestehende Präventionsprojekte mit der örtlichen Polizei sollen zum Standard beim Sozialkompetenztraining werden.

Für die älteren Jahrgänge werden Perspektiven über die Schulzeit hinaus geschaffen. Der Praxistag ist ein wichtiges Instrument, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Dabei absolvieren Berufsreife-Schüler der oberen Klassen mindestens ein Jahr lang an einem festen Wochentag ein Betriebspraktikum. Daraus ergeben sich berufliche Perspektiven und nicht selten Ausbildungsverhältnisse. Viele Praxisschüler berichten auch von einer neuen Einsicht in die Sinnhaftigkeit schulischen Lernens. Diese einmalige Chance, in der Berufswelt Fuß zu fassen, ohne dass die Schule zu kurz kommt, muss natürlich gründlich vorbereitet und an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Denn Arbeitswelt und Unterrichtsinhalte wollen miteinander verknüpft, Unternehmen und Schüler miteinander in Kontakt gebracht werden. Eine Arbeitsgruppe begann daher bereits am Studientag mit der Vorbereitung des Praxistages, der bald auch an der Heinrich-Heine angeboten wird.

Die Ergebnisse des Studientages werden in die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung der Heinrich-Heine-Realschule plus einfließen. Dazu steht bereits ein Schulentwicklungsteam aus Lehrern, Eltern und Schulleitung bereit, welches von externen Beratern des Pädagogischen Landesinstituts begleitet wird.

Text und Bilder: Frau Herber (Konrektorin)