DAZ - Deutsch als Zweitsprache

Deutsch ist Voraussetzung für Integration –

 

Heinrich-Heine-Realschule plus bietet Deutschkurse

 

Deutschland ist ein beliebtes Einwanderungsland. Natürlich bleibt dies nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeit in den Schulen. Denn neben den Erwachsenen kommen auch viele Kinder – leider häufig ohne Kenntnisse der deutschen Sprache. Dies stellt die Schulen vor große Herausforderungen: Wie sollen die Gespräche mit den Eltern geführt werden? Wie können die Schüler dem Unterricht folgen? Wie können Schüler und Eltern in die Schulgemeinschaft integriert werden?

An der Heinrich-Heine-Realschule plus Neuwied haben sich diese Fragen während des Schuljahres mehrfach gestellt, da besonders aufgrund der Flüchtlingsschicksale aus Syrien die Zahl der Kinder ohne Deutschkenntnisse über alle Klassenstufen hinweg gestiegen ist.

 

„Fast  wöchentlich nehme ich neue Schülerinnen und Schüler auf, die keinerlei  Kenntnisse der deutschen Sprache aufweisen können. Ohne solche ist aber fast unmöglich, diese Kinder zu unterrichten und in eine Klasse zu integrieren. Deshalb trifft  es sich gut, dass wir seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres die fachlichen und zeitlichen Möglichkeiten  haben, zuvor eine sprachlich intensive Förderung an unserer Schule anzubieten“, so Schulleiter Mike Klüber.

 

Seit  Februar diesen Jahres gibt es an der Heinrich-Heine-Realschule plus Neuwied ein neues Fach: Deutsch als Zweitsprache, kurz „DaZ“ genannt. Die Schüler, die kein oder sehr wenig Deutsch sprechen, besuchen während der normalen Unterrichtszeit teilweise ihren DaZ-Kurs.

Dennoch findet kein isoliertes Sprachtraining statt, sondern die Lebenswelt der  Kinder steht inhaltlich im Vordergrund. Eine offene Unterrichtsgestaltung ist dazu erforderlich. Hier werden nicht nur Vokabeln und Grammatik gepaukt , sondern beim gemeinsamen Einkauf auch mal nach dem Weg gefragt und Preise verglichen, sowie beim anschließendem Kochen und Essen auch Gerichte aus den Heimatländern vorgestellt und ausprobiert.

Entsprechend ihrer individuellen Fortschritte werden die „DäZchen“ zunehmend in den regulären Fachunterricht und die Notengebung integriert. Ziel ist es natürlich, den Schülern einen Schulabschluss zu ermöglichen. Dieser muss jedoch den allgemeinen Anforderungen standhalten. Daher gilt: Je früher die Sprachförderung einsetzen kann, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Doch auch die Zusammenarbeit mit den Eltern ist unverzichtbar. Sie sollten ihren Kindern mit gutem Vorbild vorangehen und die Sprachkurse der VHS besuchen. Neu ist darüber hinaus ein Angebot, das nach den Sommerferien an der Heinrich-Heine startet: Eltern, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, erhalten nach den Sommerferien ein kostenloses Angebot: Brigitte Wloch bietet zweimal pro Woche einen jeweils zweistündigen Deutschkurs am Vormittag an. Da sind die Kinder in der Schule gut versorgt, sodass die Eltern können in Ruhe lernen und mit der Schule in Kontakt bleiben können – für die Zukunft ihrer Kinder.