Natur pur – die Heine on Tour!

Das Unternehmen KAUFLAND wird 50 – und verschenkt 50 Klassenfahrten 

Bericht über die Klassenfahrt der Klasse 6c der Heinrich-Heine-Realschule plus, Neuwied, am 10./11. April 2018

Mit insgesamt 17 Kindern, davon 8 Mädchen und 9 Jungen, brachen wir pünktlich um 8.15 Uhr zu einer sehr erlebnisreichen Klassenfahrt auf.

Der erste Weg führte uns zu Schloss Monrepos, wo wir das Mammut in den Außenanlagen des Museums bewunderten und dann, ausgestattet mit „Entdecker-Westen“ gefüllt mit Lupen, Becherlupen, Bestimmungskarten, Block und Bleistift ein nahe gelegenes Waldstück aufsuchten. Bereits auf diesem Weg waren alle von den um diese Jahreszeit üppig blühenden Waldblumen, die wahre Blütenteppiche bildeten, begeistert.

Im Wald selbst begaben sich die Kinder begeistert auf die Suche nach den kleinsten Waldbewohnern, den Insekten, Schnecken, Spinnentieren und Käfern. Anfängliche Scheu der Stadtkinder sowie ein gewisser Ekel, im Waldboden zu wühlen, machten bald großem Eifer und Entdeckerfreude Platz. Neben den Tieren entdeckten, erspürten, erschnupperten und ertasteten die Kinder unterschiedliche Baumarten, Blätter und Rinde, die Farben des Waldes und den Lebensraum „Wald“ insgesamt.

Große Überwindung kostete es einige Schülerinnen, sich „Barney“, dem Hund des Försters Herrn Willms, zu nähern bzw. diesen gar zu streicheln, während andere am liebten überhaupt nicht mehr von ihm gelassen hätten. Aber gerade diejenigen, die Ängste Hunden gegenüber überwinden mussten, waren nachher besonders stolz auf sich selbst.

Um die Mittagszeit fuhren wir weiter zur Jugendherberge nach Leutesdorf, wo sich die Kinder wie in einem Luxushotel fühlen konnten. Nach einem sehr reichhaltigen Mittagessen bezogen wir die modern und sehr komfortabel eingerichteten Zimmer. Nach ein bisschen Freizeit, die zum Ausruhen oder zum Erkunden der Räumlichkeiten und Außenanlagen der Jugendherberge genutzt wurde, ging es bei herrlichem Wetter an den Aufstieg in die Weinberge. Manche waren vorher noch nie durch Weinberge gegangen, einige scheuten sich vor dem Aufstieg. Dennoch stellten sich alle der Herausforderung und waren am Ende, als alle oben an der Streuobstwiese angekommen waren, umso mehr von sich selbst wie auch von der tollen Aussicht begeistert. Zur Belohnung wartete dort bereits Apfelsaftschorle oder Wasser, für jeden ein Apfel und anschließend ein Schokoriegel.

Während wir verschnauften, lernten die Kinder im Rahmen des Spieles „Montagsmaler“ weitere Waldbewohner kennen.

Nachdem die Kräfte so einigermaßen wieder hergestellt waren, durfte jeder seine Geschicklichkeit beim Absägen einer Astscheibe erproben. Auch dies war für einige Kinder das erste Mal, dass sie eine Säge in der Hand hielten, und somit ein besonderes Erlebnis. Nachdem wir ein wenig Spülmittel auf eine Schnittseite aufgetragen hatten, von der anderen Seite durchpusteten und feststellten, dass sich Schaum bildete, wurde den Kindern die

Porösität und Durchlässigkeit des Holzes und somit die Wasser- und Nährstoffwege im Holz bewusster.

Der Abstieg durch die Weinberge und Rückweg zur Jugendherberge ging im Anschluss fast wie von selbst.

Die Begeisterung der Kinder von den bisherigen Erlebnissen in der Natur zeigte sich vor allem darin, dass sie, vor die Wahl gestellt nach dem Abendessen in der Jugendherberge tun zu dürfen, was sie wollen, oder eine Abend-/Nachtwanderung in den Auwald zu machen, sich für die Auwaldwanderung entschieden.

Leider machte uns nach Abendessen dann aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Es regnete in Strömen, sodass wir nun gezwungenermaßen in der Jugendherberge bleiben mussten.

Allerdings bereiteten auch Spiele im Gemeinschaftsraum, an denen fast alle teilnahmen, große Freude und die meisten gingen vermutlich auch um 23.00 Uhr, nachdem die Lehrer „Gute Nacht“ gesagt hatten, noch nicht in ihre Betten...

Nichtsdestotrotz wurden alle am nächsten Morgen zeitig geweckt, denn nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Räumen der Zimmer nahmen wir Abschied von der Jugendherberge und es ging weiter zum außerschulischen Lernstandort auf der Mülldeponie Linkenbach, wo uns die Hauswirtschaftsmeisterin Frau Kröll in Empfang nahm.

An diesem Vormittag lernten die Kinder Vieles über Ernährung, lernten die Unterschiede zwischen Auszugs- und Vollkornmehl sowie einzelne Kräuter und Getreidesorten kennen und pflanzten selbst Kresse an, während jeweils die andere Hälfte unter Anleitung von Frau Kröll das gemeinsame Mittagessen zubereitete. Hierbei wuchsen die Kinder über sich hinaus und stellten für alle Brötchen, Muffins, gefüllte Wraps, knuspriges Müsli, Obstsalat, Früchtesmoothie, diverse Dips und Gemüsesticks her. Nach diesem ausgewogenen und umfangreichen Mittagessen brachten die meisten ihre Lunchtüten, die sie in der Jugendherberge erhalten hatten, mit nach Hause.

Diese Lunchpakete waren aber nicht das Einzige, das die Kinder mit nach Hause brachten – vor allem brachten sie eine Vielzahl von Erlebnissen, Eindrücken und neuen Erfahrungen, die sie im normalen Schulalltag aber auch in ihrem normalen Lebensumfeld in der Stadt nicht machen können, mit nach Hause. Von diesen Erlebnissen werden sie lange zehren und sich sicher immer wieder gerne an diese erlebnisreichen Tage zurück erinnern. Vielleicht wird der ein oder andere in Zukunft mit seiner Familie in den Wald oder die Weinberge zurückkehren oder sich beim Einkauf oder bei der Zubereitung von Speisen an das Erfahrene und Erlebte erinnern.

Die Klasse 6c der Heinrich-Heine-Realschule plus, die begleitenden Lehrer, Herr Kiefer und Frau Goos, und die Integrationshelferin senden einen besonderen Dank an Frau Schröer für die tolle Organisation und Begleitung und Betreuung an beiden Tagen, Herrn Willms für seine Beiträge, Begleitung und Informationen sowie die Bereitschaft, seinen Hund einer Vielzahl streichelnder Hände auszusetzen, dem Verband Deutscher Naturparke, insbesondere dem Naturpark Rhein-Westerwald und natürlich der Kaufland GmbH für die Finanzierung.

Bericht:  Frau Goos (Klassenlehrerin der 6c)

Bilder: Herr Liesen, Frau Schröder (Naturpark Rhein-Westerwald)